Die Vergleichssieger aus unserem Staubsauger Test 2016 und 2017

Manchmal mag es so aussehen, als könne man ihn gar nicht gewinnen, den Kampf gegen den Staub: Kaum hat man gewischt oder gesaugt, schon ballen sich wieder neue Wollmäuse in den Ecken. Und eigentlich ist das ja auch kein Wunder, denn Staub ist ein natürlicher Bestandteil der Luft. Auch man selbst trägt gar nicht wenig zu seiner Entstehung bei: Hausstaub besteht unter anderem aus abgestorbenen Hautschuppen von Mensch und Tier, Haaren sowie Fusseln von Kleidung und Heimtextilien.

Da hilft also nur regelmäßig Staub zu saugen, und das am liebsten mit einem modernen und leistungsfähigen, aber dabei günstigen Gerät. Welches Gerät das sein könnte, darum geht es in unserem Staubsauger Vergleich.

1

Siemens Q5.0 VSQ5X1230 (Unsere Empfehlung)


siemens-vsq5x1230

  • Sehr leiser Staubsauger mit Beutel
  • Für Allergiker geeignet
  • Großer Aktionsradius

2

Philips ECO FC6148/01 (Akku Staubsauger)


Philips-ECO-FC6148:01

  • Modernes Design mit stabilem Gehäuse
  • Saugleistung einstellbar
  • Rund zehn Minuten Betriebsdauer

3

MIELE S 8340


Miele-S-8340-Staubsauger

  • Hohe Saugleistung
  • Gute Zubehörausstattung
  • Großes Beutelvolumen

4

AEG UltraSilencer


AEG-UltraSilencer

  • Sehr gute Saugleistung auf allen Böden
  • Extrem Leise
  • Großer Aktionsradius

5

Siemens VSZ31455


Siemens-VSZ31455

  • Sehr leichter Staubsauger
  • Mit HEPA-14-Hygienefilter
  • Gutes Preis/Leistungsverhältnis

6

iRobot Roomba 782


iRobot-Roomba-782

  • Saugt vollautomatisch Haus oder Wohnung
  • Arbeitet ohne teure Staubbeutel
  • Auch für Allergiker geeignet

7

Dyson DC33c


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  • Sehr niedriger Stromverbrauch
  • Äußerst wendig
  • Überzeugende Saugleistung auf sämtlichen Böden

8

Dirt Devil DD2224-1


Dirt-Devil-DD2224-1

  • Niedriger Stromverbrauch
  • Leicht und kompakt
  • Sehr gute Saugleistung auf jedem Untergrund

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Wie finde ich den besten Staubsauger für mich?

Der beste Staubsauger Test hilft nicht weiter, wenn das fragliche Gerät nicht zu den persönlichen Anforderungen passt. Der erste Schritt zum perfekten Gerät ist es deshalb, die eigenen Bedürfnisse kennen zu lernen. Dabei sollten mehrere Kriterien bedacht werden.

Fläche und Bodenbelag

Ein kleines, verwinkeltes Appartement stellt andere Anforderungen an einen Staubsauger als ein großes Haus mit offener Raumgestaltung; Hartböden wie Fliesen oder Laminat wollen anders gepflegt werden als Teppichböden. Abzuschätzen, welche Aufgaben ein Staubsauger im eigenen Haushalt zu bewältigen hat, ist deshalb der erste Schritt zum passenden Gerät.

Anwendungsbereiche und Ausstattung

Wird der Staubsauger nur für die Bodenpflege benötigt oder muss er auch darüber hinaus einsetzbar sein und beispielsweise Polstermöbel und Vorhänge absaugen können? Ist die dafür nötige Ausstattung in Form von Spezialdüsen vorhanden? Wenn diese häufig gewechselt werden müssen: Wie leicht und komfortabel ist das möglich?

Der Benutzer

Auch die persönlichen Voraussetzungen spielen eine Rolle, denn nicht jeder kann einen schweren Handstaubsauger bis hoch zu den Spinnweben unter der Decke stemmen. Ein höhenverstellbares Teleskop-Saugrohr lässt sich an die Körpergröße des Benutzers anpassen, wobei man beim Kauf natürlich auf die minimale und die maximale Höhe achten sollte.

Muss eine Allergie berücksichtigt werden?

Lebt ein Allergiker in der Wohnung, schränkt dies die Auswahl an Staubsaugern deutlich ein, denn für dessen Anforderungen eignet sich im Grunde nur ein Beutel-Staubsauger mit HEPA-Filter.

 

Gibt es Tiere im Haushalt?

Wo Hund und Katze leben, muss ein Staubsauger nicht nur Staub, sondern auch jede Menge Tierhaare bewältigen können. Gleichzeitig sollte das Gerät die Tiere nicht ängstigen und deshalb eher leise sein.

 

Die Geräteeigenschaften

Lärmempfindlich sind natürlich nicht nur Tiere, sondern beispielsweise auch Säuglinge, Kranke, ältere Menschen – und Nachbarn. Entsprechend wichtig ist in solchen Fällen die Lautstärke.

Hinweis:
Hinsichtlich der weiteren Geräteeigenschaften hat sich in unserem Staubsauger Test gezeigt: Es gibt Geräte, die mit immensem Stromverbrauch nicht sonderlich viel ausrichten – und umgekehrt auch solche, die mit nur wenigen Watt Nennleistung viel erreichen. Die wesentlichen Merkmale Energieverbrauch und Saugleistung sollten deshalb unabhängig voneinander betrachtet werden.

 


Welche Staubsauger-Bauformen gibt es?

Wenn der letzte Staubsauger-Kauf schon einige Zeit her ist, ist es mitunter schwierig, einen Überblick über die angebotenen Geräte zu bekommen, denn technische Neuerungen gehen natürlich auch am Staubsauger nicht vorbei. Deshalb ein kleiner Überblick über die verschiedenen Bauformen:

Der Bodenstaubsauger

Bodenstaubsauger
Der Bodenstaubsauger ist der altbewährte Klassiker unter den verschiedenen Staubsaugerarten: Das Gehäuse enthält die verschiedenen Bauelemente wie Motor, Gebläse, Filter und einen Staubbeutel, fährt auf Rollen und ist mit Saugrohr und Düse durch einen flexiblen Schlauch verbunden. Sehen Sie die besten Geräte aus unserem Bodenstaubsauger Test.

Dadurch ist dieser Gerätetyp vergleichsweise wendig und außerdem recht leicht zu handhaben, denn der größte Teil des Gesamtgewichts muss nicht aus eigener Kraft bewegt werden, sondern fährt gemütlich hinter einem her. Wer allerdings auf eher engem Raum wohnt, könnte mit dem klassischen Bodenstaubsauger Schwierigkeiten bekommen, wenn das Gerät ständig irgendwo hängenbleibt oder gegen Möbel rumpelt.

Der Handstaubsauger

handstaubsauger
Bei einem Handstaubsauger befindet sich das Gehäuse direkt am Saugrohr. Das macht diesen Gerätetyp deutlich schwerer als einen Bodenstaubsauger – und allzu weit dringt man damit nicht unter das Sofa. Andererseits ist die kompakte Bauweise bestens für kleine und verwinkelte Wohnungen geeignet, und auch beim Verstauen benötigt man vergleichsweise wenig Platz. Sehen Sie die besten Geräte aus unserem Handstaubsauger Test.

Handstaubsauger gibt es mit Kabel oder mit Akku, insbesondere die letzteren führen oft noch einen abnehmbaren Kleinsauger mit. Bei Geräten mit Akku haben wir in unserem Staubsauger Test natürlich auch die Themen Akkuleistung und Ladezeit berücksichtigt.

Der Roboterstaubsauger

roboterstaubsauger
Roboterstaubsauger oder Saugroboter sind diskusförmige Geräte, die selbständig durch die Wohnung fahren und durch eine Saugvorrichtung und rotierende Bürsten Krümel und Staub ins Innere des Geräts befördern. Meist verfügen sie über Sensoren, einige auch über eine Kamera oder eine Lasertechnik. Manche Geräte bemerken sogar, wenn die Energie zur Neige geht und kehren dann eigenständig zur Ladestation zurück. Diese konnten besonders unsere sehr beschäftigten Tester in unserem Saugroboter Test überzeugen.

Trotzdem benötigen auch diese Geräte noch etwas Pflege, denn die Staubbox muss regelmäßig geleert und Bürsten und Filter wollen gesäubert werden. Außerdem eignen sich Roboterstaubsauger vor allem für gröberen Schmutz auf Hartböden, während sie auf Teppichen nicht wirklich zu überzeugen vermögen.


Staubsauger mit und ohne Beutel

Neben den klassischen Staubsaugern mit Beutel gibt es auch eine grundsätzlich andere Konstruktion, die so genannten beutellosen oder Zyklon-Staubsauger. Beide haben ihre Vor- und Nachteile, hinsichtlich Saugleistung und Handhabung jedoch ist uns in unserem Staubsauger Test kein eklatanter Unterschied aufgefallen: Hier wie dort gibt es bessere und schlechtere Modelle. Wofür man sich entscheidet, ist deshalb vor allem eine Frage der persönlichen Vorlieben.

Staubsauger mit Beuteln

Die Funktionsweise eines Staubsaugers mit Beutel ist vergleichsweise leicht zu durchschauen: Die angesaugte Luft mitsamt der Staubpartikel wird ins Innere des Staubsaugerbeutels geleitet. Staub und Schmutz bleiben im Beutel hängen, während die gereinigte Luft wieder nach draußen gelangt.

Ist der Staubsaugerbeutel voll, kann er bei durchdachten Geräten noch im Staubsauger verschlossen und anschließend entsorgt werden, ohne dass dabei allzu viel Staub zurück in die Luft gelangen kann. Das macht Staubsauger mit Beuteln nicht zuletzt für Allergiker interessant. Außerdem sind Beutel-Staubsauger für vergleichsweise kleines Geld zu haben.

Der meist recht günstige Anschaffungspreis wird allerdings oft durch die Folgekosten aufgewogen, denn es müssen ständig Staubsaugerbeutel nachgekauft werden – und die sind in der Regel nicht mehr ganz so billig.

Hinweis:
Die Saugleistung kann deutlich abnehmen, wenn sich der Staubsaugerbeutel langsam füllt.

 

Staubsauger ohne Beutel

Beutellose Zyklon-Staubsauger nutzen die Zentripetalkraft: Die eingesaugte Luft wird in Kreisbahnen in einen Kegel geführt und bildet quasi einen kleinen Wirbelsturm, einen Zyklon also – daher der Name. Dadurch werden die Schmutz- und Staubpartikel an die Wände des Kegels gedrückt und schließlich in eine Staubbox befördert, während die gereinigte Luft aus der Mitte des Kegels wieder nach draußen geleitet wird.

Auf jeden Fall jedoch benötigen Zyklon-Staubsauger keine Staubsaugerbeutel: Die Staubbox wird direkt nach dem Saugen geleert und ihr Inhalt in den Mülleimer gekippt. Dabei allerdings lässt es sich nicht vermeiden, dass der Staub erneut aufgewirbelt wird.

 

Bei Multizyklon-Staubsaugern passiert das gleich mehrmals: Die zusätzlichen, deutlich kleineren Kegel nehmen die gereinigte Luft aus dem Hauptzyklon auf. Da in den kleineren Kegeln eine deutlich höhere Rotationsgeschwindigkeit erreicht wird, werden auch die kleineren Staubpartikel erfasst, die dem Hauptzyklon noch entwischen konnten. Multizyklon-Staubsauger sind also noch einmal gründlicher als einfache Zyklon-Staubsauger.

Hinweis:
Für Allergiker sind beutellose Staubsauger deshalb eher ungeeignet.

 

Der große Vorteil der Zyklon-Staubsauger ist: Man spart sich die Beutel. Das ist zum einen umweltfreundlich, denn es wird Müll vermieden, zum anderen entlastet es die Haushalskasse, wenn nicht ständig Beutel nachgekauft werden müssen. Auf lange Sicht kann ein in der Anschaffung deutlich teurerer Zyklon-Staubsaugers deshalb sogar günstiger kommen als ein Staubsauger mit Beuteln.



EPA-, HEPA- und ULPA-Filter

Wer einen Staubsauger sucht, stößt immer wieder auf die Begriffe EPA, HEPA und bisweilen auch ULPA. Es handelt sich dabei um Schwebstofffilter, die auch kleinste Mikropartikel, etwa Pollen oder Milbenkot, aus der Abluft zu filtern vermögen. Das macht sie insbesondere für Allergiker zu einem wichtigen Ausstattungs-Merkmal.

HEPA steht für „High Efficiency Particulate Air“, dem etwas schwächeren EPA-Filter fehlt das „High“. Besonders leistungsfähige Schwebstofffilter firmieren unter der Bezeichnung ULPA für „Ultra Low Penetration Air Filter“. Für Verbraucher ist es allerdings am einfachsten, sich an der Zahl hinter der Filterklasse zu orientieren: HEPA-Filter gibt es in den Filterklassen H11 bis H14, je höher die Zahl, desto größer der Anteil der aus der Luft gefilterten Mikropartikel. ULPA-Filter gibt es in den Klassen U15 bis U17.


Verschiedene Einsatzgebiete für Bodenstaubsauger

In fast jedem Haushalt gibt es mehrere Einsatzgebiete für den Staubsauger. Neben verschiedenen Bodenbelägen gehören dazu auch Spezialaufgaben wie etwa das Absaugen von Möbeln und anderen empfindlichen Oberflächen. Ein guter Staubsauger ist deshalb universell einsetzbar und wird mit all diesen Aufgaben fertig, nicht zuletzt mit Hilfe verschiedener Düsen.

Teppiche

Der Teppich ist der klassische Einsatzbereich für den Staubsauger. Die Aufgabe besteht darin, den Staub nicht nur von der Oberfläche, sondern auch aus der Tiefe des Teppichs heraus zu saugen. Vor allem bei langflorigen Teppichen wie etwa Shaggys kann das durchaus eine Herausforderung sein.

Insbesondere auf empfindlichen, lose geknüpften Teppichen sollte man nicht voll aufdrehen, sondern stattdessen lieber etwas länger saugen. Haare in größerer Anzahl zählen zu den starken und hartnäckigen Verschmutzungen, unter Umständen muss man in diesem Fall zu einer Spezialdüse greifen. Den Borstenkranz der Kombidüse sollte man aber auch in diesem Fall lieber eingefahren lassen.

Hartböden

Unter Hartböden versteht man in der Regel alles, was nicht Teppich ist, also Fliesen ebenso wie etwa Parkett, Laminat oder Vinyl. Im Vergleich zu Teppichen sind Hartböden eher unproblematisch zu saugen. Falls es sich nicht gerade um einen besonders empfindlichen Korkboden handelt, kann man den Borstenkranz der Kombidüse ausfahren und mit voller Leistung arbeiten. Staub und Haare werden so ganz fix weggesaugt, und das so gründlich, dass man sich das anschließende Wischen bisweilen auch sparen kann.

Verwinkelte Ecken und Fugen

Ein kleines Problem kann sich bei Hartböden allerdings ergeben: Die Fugen. Hier sollte mit einer speziellen Düse gearbeitet werden: Die Fugendüse läuft schmal zu und ist extra dafür konstruiert, in schwer zugängliche Stellen vorzudringen. Deswegen ist sie auch die erste Wahl, wenn es um das Saugen von verwinkelten Ecken oder der Oberkante der Fußbodenleiste geht, wo man mit der für solche Zwecke doch entschieden zu breiten Kombidüse nicht mehr sehr weit kommt.

Empfindliche Oberflächen

Nicht nur Fußböden, sondern auch Polstermöbel, Matratzen und Vorhänge möchten hin und wieder abgesaugt werden. Dabei handelt es sich jedoch um besonders empfindliche textile Gewebe, die nur mit äußerster Schonung behandelt werden sollten, will man sich anschließend nicht über Löcher ärgern.

Hinweis:
Bei empfindlichen Oberflächen: Leistung herunterregulieren und immer die spezielle Polsterdüse verwenden. Andere Möbel oder beispielsweise auch Bilderrahmen oder Bildschirme können mit dem Möbelpinsel abgesaugt werden.

 


Verschiedene Düsen für verschiedene Einsatzgebiete

Damit sie möglichst vielseitig einsetzbar sind, bringen Bodenstaubsauger verschiedene Düsen mit. Zur Standard-Ausstattung, die bei keinem Staubsauger fehlen sollte, gehören

  • Die Kombidüse, einsetzbar sowohl auf Teppich als auch auf Hartböden. Die breite Kombidüse verfügt meist über ein Dreh- und Kippgelenk, einen ausfahrbaren Borstenkranz und einen Fadenheber für Fusseln und Haare.
  • Die Fugendüse: schlank geformt und spitz zulaufend eignet sich die Fugendüse für Fugen, Ecken und schwer zugängliche Stellen.
  • Die Polsterdüse für das schonende Absaugen von Polstermöbeln, Matratzen und Heimtextilien.
  • Der Saugpinsel mit einem weichen Bürstenkranz für Bilderrahmen, Bildschirme und empfindliche Möbel.

Als Zusatzausstattung, die allerdings meist separat zugekauft werden muss, sind für manche Modelle außerdem folgende Düsenformen verfügbar:

  • Die Hartboden- oder Parkettdüse mit einem festen Borstenkranz für Fliesen, Parkett und andere Hartböden.
  • Die Heizköperbürste mit festen, etwas längeren Borsten für die Rippen von Heizkörpern.
  • Die Turbobürste mit Bürstwalzen, die für stark verschmutzte Teppichböden konstruiert wurde und Haare und Fussel besonders gut aufnimmt.
  • Die Elektrobürste, die demselben Zweck dient wie die Turbobürste. Die Bürstwalzen werden hier durch einen Elektromotor angetrieben.

Unsere Kriterien für den Staubsauger Test

Natürlich ist es immer auch eine Frage der eigenen Vorlieben, welcher Staubsauger der richtige ist. Trotzdem haben wir uns bemüht, für unseren Staubsauger Test möglichst objektive Kriterien heranzuziehen:

Bedienung und Handhabung

Ein Staubsauger sollte einem die Hausarbeit nicht schwerer machen, als sie ohnehin schon ist, sondern problemlos zu bedienen sein. Folgende Punkte haben wir bei unserer Bewertung berücksichtigt:

  • Gewicht: Je schwerer das Gerät, desto mühsamer die Bedienung. Deshalb haben wir Leichtgewichte besonders positiv bewertet.
  • Aktionsradius: Es nervt, wenn man ständig die Steckdose wechseln muss. Bei Geräten mit Kabeln haben wir deshalb getestet, wie lang dieses ist – und bei Akku-Staubsaugern, ob man mit vollem Akku das ganze Haus saugen kann oder nach der Hälfte zurück zur Ladestation muss.
  • Staubbeutel-Volumen: Nach jedem Saugen ein Beutelwechsel? Das ist nicht nur unpraktisch, sondern auch teuer. Größere Staubsaugerbeutel haben wir deshalb positiv vermerkt.
  • Teleskoprohr: Praktisch, wenn man das Staubsaugerrohr an die eigene Größe anpassen kann – oder das Gerät problemlos auch mal an jemand anderen weitergeben kann.
  • Lautstärke: Natürlich soll man nicht noch drei Straßen weiter mitbekommen, wenn gerade gesaugt wird. Deshalb haben wir in unserem Staubsauger Test leiseren Geräten den Vorzug gegeben.
  • Zubehör: Neben der Frage, wieviel Zubehör zum Lieferumfang gehört und was eventuell noch zugekauft werden muss, hat uns hier vor allem die Frage interessiert, ob das Zubehör gut integriert ist. Erst mal in irgendeiner Schublade nach der Polsterdüse kramen zu müssen ist nämlich mindestens so lästig wie ein halber Geräteumbau, bevor man die Düse wechseln kann.
  • Bedienungsanleitung: Eine Bedienungsanleitung sollte ausführlich und verständlich sein und nicht etwa ein abgeschlossenes Ingenieurs-Studium voraussetzen. Deshalb haben wir auch diese auf Benutzerfreundlichkeit geprüft.

Die EU-Kennwerte

Die Ökodesign-Richtlinie der EU von 2013 hat Staubsaugern ein ziemlich umfangreiches Energielabel beschert – dazu an anderer Stelle noch mehr. Drauf müssen aufgeführt werden:

  • die Energieeffizienzklasse, ähnlich wie bei anderen Haushaltsgeräten
  • der jährliche Stromverbrauch
  • die Staubemissionsklasse
  • die Teppichreinigungsklasse
  • die Hartbodenreinigungsklasse
  • die Staubfilterklasse

Interessant sind hierbei insbesondere die Reinigungsklassen, denn die erlauben eine sehr viel bessere Einschätzung dessen, was ein Staubsauger wirklich kann, als die reine Watt-Anzahl.

Kundenrezensionen

Wie wollten unseren Staubsauger Test auf ein möglichst breites Fundament stellen. Deshalb haben wir nicht nur Kennwerte verglichen und unsere eigenen Testergebnisse berücksichtigt, sondern außerdem Kundenbewertungen und Rezensionen herangezogen. Schließlich ist nichts so aussagekräftig wie die Erfahrungen von Verwendern unter realen Testbedingungen.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis

Für einen fairen Staubsauger Test haben wir an günstige Einsteiger-Modelle natürlich nicht dieselben Anforderungen gestellt wie an luxuriöse High-End-Produkte. Wichtiger war uns stattdessen die Frage, was man bekommt für sein Geld und ob das in einem vernünftigen Verhältnis zum Preis steht.


Neue EU-Richtlinien für Staubsauger

Laut EU-Ökodesign-Richtlinie dürfen neue Staubsauger mit Netzkabel seit September 2014 nur noch maximal 1.600 Watt Nennleistung ziehen; ab 2017 sollen es sogar nur noch maximal 900 Watt sein. Ziel ist, den Energieverbrauch einzuschränken.

 

Heißt das, dass man nun gezwungen ist, einen Staubsauger mit geringer Leistung zu benutzen und, um seinen Teppich sauber zu kriegen, deutlich länger saugen muss? Zahlreiche Pressestimmen und Online-Portale legen diesen Schluss nahe und führen weiterhin an, dass man auf diese Weise sogar deutlich mehr Strom verbraucht als mit Geräten höherer Nennleistung.

Die Stiftung Warentest allerdings hält dagegen: Entscheidend für eine gute Reinigungsleistung sei nicht etwa ein besonders starker Motor, sondern eine effiziente Gerätekonstruktion und insbesondere aerodynamische Staubdüsen, die exakt auf das Gerät abgestimmt wurden. Ist das der Fall, seien 900 Watt vollkommen ausreichend und können durchaus eine immense Saugleistung entfalten, so die Profi-Tester. Unsere eigenen Erfahrungen aus unserem Staubsauger Test bestätigen diese Aussage.

 

Dementsprechend beschränkt sich auch die EU-Ökodesign-Richtlinie keineswegs nur auf das Verbot hoher Wattzahlen. Stattdessen schreibt sie vor, dass eine Energieeffizienzklasse von A bis G benannt werden muss, wie es Verbraucher beispielsweise auch von Kühlschränken und anderen Elektrogroßgeräten kennen. Außerdem wird der geschätzte jährliche Energieverbrauch ausgewiesen.

Die Saugleistung wird auf dem neuen Energielabel gesondert und ganz unabhängig vom Energieverbrauch betrachtet, und zwar getrennt nach Teppichreinigungsklasse und Hartbodenreinigungsklasse. Beide umfassen ein Spektrum von Klasse A (bester Wert) bis Klasse G (schlechtester Wert).

Auch die Staubemissionsklassen, ein weiterer neu vorgeschriebener Kennwert, umfassen einen Bereich von A bis G und beschreiben, wie gut die Filterungssysteme funktionieren und wieviel Staub mit der Abluft wieder an die Umgebung abgegeben wird.

Der letzte auf dem Energielabel angegebene Wert beschreibt die Lautstärke – dieses Mal ohne Klassen und ganz schlicht in Dezibel gemessen.