Dyson V6 Total Clean

Dyson V6 Total Clean
8.52

HANDHABUNG

8/10

    SAUGLEISTUNG

    10/10

      AUSSTATTUNG

      9/10

        PREIS/LEISTUNG

        7/10

          KUNDENBEWERTUNGEN

          9/10

            Pros

            • Mini-Turbodüse
            • Zweite Hartbodendüse
            • Hygienische Staubbehälterentleerung
            • 2 Leistungsstufen.

            Cons

            • Netzschalter muss gedrückt gehalten werden
            • Griff des Abluftfilters
            • Kein freistehendes Parken

             

            Es ist Sonntag Nachmittag: Zeit für den wöchentlichen Hausputz. Ein unverzichtbarer Helfer ist in dieser Situation der Staubsauger. Leider kenne ich Situationen, in denen das praktische Helferlein seine vorgesehene Rolle als Putzhilfe verlässt und Kleinstpartikel eher verschiebt, als sie aufzusaugen. Ob der Dyson V6 Total Clean da wohl besser abschneidet? Ich will es genauer wissen und starte einen Staubsauger Test.

            Mein Staubsauger Test mit dem Dyson V6 Total Clean

            Geringe Leistung und minderwertige Motoren lassen Staubsauger eher Staub spucken, anstatt ihn zu schlucken. In solchen Situationen arbeitet die eigentliche Putzhilfe den eigenen Putzanstrengungen entgegen, aber noch schlimmer ist es, wenn der ehemalige Putzhelfer zu einem echten Feind wird.

            Dass mir mein Staubsauger nach dem Leben trachtet, ist mir schon öfter passiert. Um die Beine gewickelte Kabel, Stürze und Kurzschlüsse – das kann den wöchentliche Putz-Gang im schlimmsten Fall zum letzten werden lassen.

            Das wirkt vielleicht etwas übertrieben, aber für mich ist der bloße Gedanke daran trotzdem Grund genug, nach kabellosen Staubsaugervarianten mit hohen Leistungen Ausschau zu halten. Dabei stoße ich auf den Dyson V6 Total Clean mit folgenden Technik-Details:DYSON V6 TOTAL CLEAN TEST

            Hersteller:  Dyson
            Modell:  V6 Total Clean
            Artikelgewicht: 2,3 Kilogramm
            Produktabmessungen: 25 x 126,8 x 20,8 Zentimeter
            Fassungsvermögen: Fassungsvermögen: 0.4 Liter
            Leistung: 350 Watt
            Spannung:  21.6 Volt
            Akku: Nickel-Mangan-Cobalt-Akku
            Technologie: Zwei Tier Radial Cyclone Technologie
            Betriebsgeräusch (dB):  77
            Energieeffizienz:  Klasse A

            Beim Dyson V6 Total Clean handelt es sich den Spezifikationen zufolge um einen kabel- und beutellosen Zyklon– und Handstaubsauger, der sich dank eines hochflexiblen Teleskoprohrs zum Bodenstaubsauger umbauen lässt.

            Im Lieferumfang sind zwei Düsen und unterschiedliche Bürsten enthalten. Möbel soll der Sauger deshalb genauso gut säubern können wie Hart- und Teppichböden. Außerdem trägt das Gerät einen selbst-reinigenden Hepa-Filter im Inneren, der Allergikern zugute kommt. Zum Lieferumfang gehört eine eigene Wandhalterung inklusive Ladestation.

            So weit, so gut, aber ob die technischen Daten des Dyson wohl halten, was sie auf den ersten Blick versprechen? Mir persönlich kommt es im Staubsauger Test neben Leistung vor allem auf Ergonomie an. Der Dyson V6 Total Clean überzeugt mich nach meinen Überlebenskämpfen mit kabeltragenden Staubsaugern auf den ersten Blick durch seine Kabellosigkeit, aber erste Eindrücke können trügen. Deshalb sehe ich näher hin.


            Der Akku

            Zuerst montiere ich die Wandladestation für den Sauger. Zu meiner Überraschung gelingt mir das schnell, obwohl ich manchmal schon mit dem Bilderaufhängen überfordert bin. Ich lasse den Sauger in der Ladestation vor dem eigentlichen Test erst mal laden und bin von der Ladedauer positiv überrascht.

            Das Laden geht dank Nickel-Mangan-Cobalt fast genauso schnell wie das meiner Handy-Akkus. In etwas mehr als drei Stunden kann mein eigentlicher Akkusauger Test beginnen. Kabellos ist praktisch. Praktisch ist es allerdings nicht, wenn auf halbem Weg durch die Wohnung der Akku schwächelt.

            Trotz dieser bösen Vorahnung komme ich mit der Akkulaufzeit des Dyson dank gleichmäßiger Entladung erfreulicherweise durchs ganze Haus – das aber nur, solange ich als Saugstufe die 28-Watt-Saugkraft wähle. Insgesamt ist die Akkuleistung zugegebenermaßen eher bescheiden, obwohl sie für das Bisschen Staub in meiner kleinen Wohnung auf den ersten Blick ausreicht.

            Die Leistung

            Leistung bringt der Dyson V6 Total Clean auf zwei verschiedenen Stufen. Die 28-Watt-Leistungsstufe hat mit 20 Minuten zwar ausreichend lange Laufzeit, ist aber nicht allen Arten von DYSON-V6-TOTAL-CLEAN-2Verschmutzung gewachsen. Obwohl sich Staub auf der Stufe problemlos saugen lässt, reichen 28 Watt in Tierhaarhaushalten kaum zur Reinigung der Böden aus.
            Bei den ganzen Haaren ist vom Sauger eher die Saugkraft eines schwarzen Lochs gefordert.

            Die leistet der Dyson in meinem Dyson V6 Total Clean Test mit der 100-Watt-Saugstufe zwar auch, das aber leider nur für lächerliche sechs Minuten. Da lohnt es sich ja kaum, den Sauger aus dem Schrank zu holen. Ich bleibe also bei der 20-Minuten-Stufe und gebe mich vorerst mit geringerer Leistung zufrieden.

            Die werbewirksame Zwei-Tier-Radial-Cyclone-Technologie sagt mir erstmal wenig. Dass das Fachchinesisch für zwei gleichzeitig arbeitende Zyklon-Reihen steht, die höheren Luftstrom produzieren, merke ich allerdings schnell am vergleichsweise starken Sog. Auf Fliesenböden saugt sich der Sauger in der höheren Stufe wegen des Luftsogs leider fest wie ein Blutegel und lässt sich nur noch mit hohem Kraftaufwand weiterbewegen. Zumindest ist der Boden nach dem Saug-Gang im wahrsten Sinne des Wortes so sauber, dass man davon essen kann.


            Die Ergonomie

            Verglichen mit meinem Vorgängersauger von Phillips stellt sich der Dyson Sauger als Leichtgewicht mit handlichen Maßen heraus, das mich problemlos in jede Ecke vordringen lässt. Für das leichte Gewicht sind laut Hersteller das hochwertige Material und die Technologie des kleinen Leichtmotors verantwortlich, der bis zu dreimal so schnell dreht wie konventionelle Motoren.

            Unter hochwertigem Material versteht Dyson in diesem Zusammenhang scheinbar einfach Kunststoff – im Anbetracht der Werbung zunächst ein Minuspunkt. Obwohl das Staubsaugen erfahrungsgemäß oft das Fitnesstraining ersetzen kann, bringt mich der Dyson auf Teppichböden dank des leichten Gewichts aber zumindest nicht ins Schwitzen. Auf Hartböden sieht es durch wenig ergonomisches Festsaugen allerdings schon etwas anders aus. Mit dem Arbeitsgefühl bin ich deshalb nur mittelmäßig zufrieden.

            Als das Telefon klingelt und ich den Sauger aus der Hand lege, schaltet er sich übrigens enttäuschender Weise nicht automatisch ab. Etwas ärgerlich ist außerdem das geringe Fassungsvermögen. Bei nicht einmal einem halben Liter muss ich bei meinem Akkusauger Test zwischenleeren, was sich wegen des umständlich zu leerenden Schmutzfaches als lästiger Mehraufwand herausstellt.


            Der Lieferumfang

            Schon in der Produktbeschreibung ist für den Dyson V6 Total Clean von zweiteiligem Zubehör aus Kombidüse und Fugendüse die Rede. Außerdem sind Bürsten mit inbegriffen. Beides sehe ich mir näher an.

            Die beiden Düsen schaffen es tatsächlich, schwer erreichbare Stellen meiner Küche erfolgreich zu reinigen. Allerdings erst nach etwas Herumprobieren: Gut erklärt ist die Anwendung des Lieferzubehörs nicht.Die motorisierte Bodendüse trägt eine 30-Watt-Soft-Walze und weiches Nylon-Material, das gröberen Schmutz in sich aufnimmt. Feinstaub wird von den Carbon-Fasern aufgenommen. Das funktioniert zumindest auf den Hartböden meiner Küche, als ich die Düse allerdings auf Teppichböden anwende, stellt sich das als Fehler heraus.

            Zugegebenermaßen kann der Dyson da nur wenig dafür: Das war scheinbar ein Benutzerfehler, der sich durch einen tiefergehenden Erklärungsansatz von Seiten des Herstellers allerdings vermeiden hätte lassen. Ich verstehe wegen des mangelnden Erklärungswillens leider zu spät, dass die motorisierte Elektrobürste mit ihrem Direktantrieb und ihren Carbon-Nylonborsten für die Staubaufnahme auf Teppichböden gemacht ist.

            Auf dem Teppich und dem Sofa geht es in meinem Staubsauger Test so richtig ans Eingemachte. Meine eigene Tierliebe bringt mich beim Putzen manchmal zum Haare-Raufen: Meine Couch sieht wegen der Katzenhaare zum Beispiel regelmäßig aus, als sei sie selbst ein pelziges Haustier, das sich innerhalb der nächsten Minuten auf den Weg in den Garten machen wird.Im Staubsauger Test versagt auch ein Sauger mit dem besten Zug schon mal daran, der Couch den künstlichen Pelz über die Ohren zu ziehen.

            In meinem Akkusauger Test mit dem Dyson sieht es erst mal genauso aus. Bis ich in dem gelieferten Karton Mini-Elektrobürsten entdecke, die dem Aussehen nach zu urteilen auch in einer futuristischen Filminstallation bestens aufgehoben wären und auf meinen Textilien erfreulicherweise tiefenreinigende Effekte erzielen.

            Schön wäre es gewesen, hätte Dyson das zugegebenermaßen nützliche Zubehör etwas ausführlicher erklärt. So hätte ich mir beim Ausprobieren viel Zeit gespart.


            Mein Fazit nach dem Dyson V6 Total Clean Test

            Der Dyson V6 Total Clean Akkustaubsauger hält in gewissem Maß, was der Name verspricht: „Komplett sauber“ fühlen sich meine frühjahrsgeputzten vier Wände nach dem ersten Test an. Das nenne ich eine saubere Leistung, allerdings kann ich das Gerät sogar Tierbesitzern und Allergikern trotz der Vorzüge nur mit gewissen Einschränkungen ans Herz legen. Zu den wichtigsten Vorzügen des Dyson V6 Total Clean zählen meiner Meinung nach

            der vielfältige Lieferumfang
            die vielseitige Einsetzbarkeit
            die tiefenreinigende Wirkung
            das leichte Gewicht
            die Kabellosigkeit
            der Allergiker-freundliche Filter

            Was der Dyson berührt, wird dank der hochwertigen Technologie außerdem tatsächlich tiefensauber. Obwohl das auch für stärker verschmutzte Flächen gilt, ist das Gerät wegen der extrem geringen Akkuleistung nur begrenzt einsetzbar und hat trotz seines leichten Bediengewichts aus ergonomischer Sicht Nachteile wie das geringe Fassungsvermögen.

            Der hohe Preis lohnt sich deshalb meiner Meinung nach trotz guter Saugtechnologie nur in Maßen. Der Akkusauger Test. Auch verglichen mit Dysons Vorgängermodell hätte ich mir aufgrund des deutlich höheren Preises etwas mehr von Modell V6 erwartet.