Welcher Staubsauger ist der richtige für mich?

Ein Leben ohne Staubsauger? Kaum vorstellbar. In einer Wohnung voller Hartböden wären Besen und Handfeger zwar eine theoretische Alternative, die aber in der Praxis dann sehr mühselig gerät. Ein Staubsauger ist eigentlich unentbehrlich, um Staub, Krümel oder anderen Schmutz schnell und gründlich zu beseitigen. Nur welcher Staubsauger ist der richtige?

Mehrere Dutzend Hersteller möchten Ihnen gern ein Gerät verkaufen und mancher Hersteller hat gleich 20 oder 30 verschiedene Modelle im Angebot. Einige Sauger sind für knapp über 50 Euro zu haben, aber auch weit jenseits von 300 Euro finden Sie noch Geräte. Die eigene Haushalts- und Lebenssituation gibt hier eine erste gute Entscheidungshilfe bei der Auswahl eines Staubsaugers aus diesem gigantischen Angebot.


Bodenstaubsauger

Staubsauger mit Beutel

Rund 70 Prozent aller in Deutschland verkauften Staubsauger sind Modelle mit Beutel. Sie kosten teilweise deutlich unter Hundert Euro und eignen sich zum Saugen kleiner Apartments genauso wie für die Sauberkeit im ganzen Haus.

Auf größeren Flächen, bei häufigem Einsatz und erhöhtem Anfall von Schmutz, beispielsweise mit Haaren von Haustieren oder durch eine größere Familie mit mehreren Kindern, können diese Geräte aber auch zu einer Kostenfalle werden, weil Sie mehrmals monatlich einen frischen Beutel einsetzen müssen.

Staubsauger ohne Beutel

Beutellose Staubsauger sind zwar etwas teurer bei der Anschaffung, sparen Ihnen aber im Unterhalt viel Geld, da Sie den Schmutzbehälter solcher Modelle ganz einfach im Mülleimer ausleeren können, statt ständig neue, teure Beutel einsetzen zu müssen. Bei der Saugleistung gibt es keine nennenswerten Unterschiede zwischen vergleichbaren Staubsaugern mit oder ohne Beutel. Die Entscheidung für die eine oder die andere Variante ist in erster Linie also rein ökonomisch.

Weitere Staubsauger

Handstaubsauger

Während Bodenstaubsauger immer eine Steckdose im Umkreis von rund zehn Metern benötigen, arbeiten Handstaubsauger mit einem Akku.

 
Ihre Saugleistung ist deutlich geringer als die der Bodenstaubsauger und sie sind eher für punktuelle Verschmutzungen nach einem kleinen Malheur geeignet.

Als Komplettersatz für Bodenstaubsauger kommen sie allenfalls in kleinen Apartments mit wenig Fläche und Stauraum für einen großen Sauger in Betracht. Solche Handstaubsauger oder auch Tischsauger werden eher als Zweitgerät – mit oder ohne Beutel – gekauft, damit nicht bei jeder Kleinigkeit gleich der große Staubsauger herangeschleppt werden muss. Mit ihrer kabellosen Mobilität sind Handstaubsauger außerdem ideal, um das Auto vor der Tür, ein Gartenhäuschen oder ähnliches schnell zwischendurch zu säubern.

Nasssauger

Saugen Sie flüssige Verschmutzungen oder Flüssigkeitsrückstände mit einem normalen Boden- oder Handstaubsauger auf, kann dies schnell das Ende für das Gerät bedeuten. Hierfür gibt es spezielle Nasssauger, die problemlos 25 Liter Flüssigkeit oder mehr zusammen mit Schmutz und Dreck in ihrem Auffangbehälter sammeln.

Ob sie sich auch für die Grundreinigung in Ihrem Haushalt eignen, hängt von den Böden dort ab: Nasssauger leisten vor allem auf Hartböden gute Dienste.

Die Reinigung von Teppichen oder Polstermöbeln erledigen Sie aber ebenfalls. Dabei feuchten Nasssauger solche Flächen zunächst mit Wasser und Reinigungsmitteln an und saugen dann überschüssige Flüssigkeit und Schmutz einfach auf. Damit sind Nasssauger sehr gründlich, eignen sich wegen der langen Trocknungszeit aber besser für den jährlichen gründlichen Frühjahrsputz statt zum täglichen Einsatz im Haushalt.

Saugroboter

Die nahezu vollautomatischen Saugroboter sind seit einigen Jahren der große Trend im Staubsauger-Bereich. Während Sie bei der Arbeit sind oder Fernsehen schauen, kümmern sich diese kleinen intelligenten Maschinen um die Hausarbeit. Mit eingebauten Sensoren und Kameras steuern die Roboter dabei zielsicher durch Haus oder Wohnung. Eine teure Vase, Bereiche mit vielen Kabeln oder auch einen Treppenabsatz sichern Sie mit handlichen Sensoren und unsichtbaren elektronischen Schranken ab, damit Ihr Sauger dort keinen Schaden anrichtet oder selbst Schaden nimmt.

In der Praxis werden Sie dabei aber manche Einschränkung erleben. Ein großes Schmutzaufkommen überfordert fast jeden Saugroboter, da die Saugleistung geringer ist als bei Boden- oder Handstaubsaugern. In Zimmerecken, unter vielen Möbelstücken und an anderen schwer zugänglichen Stellen scheitern Saugroboter häufig mit höchstens durchschnittlichem Saugergebnis. Dazu kommen noch Orientierungsschwierigkeiten auf dunklen Böden und auch hohe oder weiche Teppiche stellen viele Saugroboter noch vor unlösbare Probleme.

So bleibt es weitgehend Zukunftsmusik, dass Ihnen einen Roboter ein lästiges Stück Hausarbeit vollständig und gründlich abnimmt. Beim Staubsaugen ist Handarbeit längst nicht Geschichte.

Zumindest haben Sie aber jetzt einen ersten Überblick, damit Sie dafür den passenden Staubsauger aussuchen können.

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